2. Preis in Esslingen

Der Entwurf des Baublocks D in der Neuen Weststadt Esslingen formuliert die Vorgabe des städtebaulichen Rahmenplans als klassische Blockrandbebauung. Zwei gegenüberliegende Gebäudewinkel bilden einen großzügigen Innenhof.

Die als Drei- und Vierspännertypen organisierten Gebäude bilden ihre Adressen jeweils straßenseitig aus. Die Gewerbeflächen liegen im Erdgeschoss ebenso die Kindertagesstätte, sie ist vornehmlich Ost-West orientiert und mit verkehrsfreiem Vorfeld über den Stadtteilplatz erschlossen. Ihr direkt ebenerdig angrenzender Freibereich ist dadurch optimal belichtet.    

Es wird ein vielfältiges, urbanes Wohnangebot in der gewünschten Mischung der Wohnungsgrößen geschaffen. Die Spännertypen erlauben die Bildung überschaubarer Hausgemeinschaften. Die größeren Wohnungen sind in der Regel durchgesteckt, so dass die Schlafräume zur ruhigen Hofseite liegen können und die Tragstruktur erlaubt in der Ausführung eine bedarfsgerechte, flexible Grundrissgestaltung. Sämtliche Wohnungen besitzen eine Loggia als Freibereich.

Die Gebäude nehmen in ihrer Materialität und Grundgliederung Themen aus der frühindustriellen Fassadengestaltung der bestehenden Weststadt auf. Ein ausgewogenes Verhältnis von Wand und Öffnung in den Fassaden stärkt die Homogenität des Gesamtbildes, wobei die modulare Differenzierung in Decke, Wand und Glaselemente eine entsprechende Maßstäblichkeit erzeugt. Der durchgängig eingesetzte warmtonige Ziegel mit changierendem Farbton gibt der Anlage einen zeitlosen und robusten Charakter.

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