Neue Sportarena im Olympiapark

Im August hat die Red Bull Stadion München GmbH in Abstimmung mit der Stadt München einen internationalen Architektenwettbewerb für ein neue Multifunktionshalle im Olympiapark auf dem ehemaligen Gelände des Radstadions ausgelobt. Am 14. November durften acht Bürogemeinschaften ihre Entwürfe für die Sportarena mit 11 500 Zuschauerplätzen und drei weiteren Eissportflächen vorstellen.

Unser Wettbewerbsbeitrag nutzte die Chance, ein Gebäude zu konzipieren, das im Vergleich zu seinem Vorgänger, das als Solitär angelegte Radstadion, an dieser Stelle eine neue architektonische Haltung sowie eine stärkere Einbettung in die bewegte Topografie der „Olympischen Landschaft“ in den Vordergrund stellt. Landschaftliches und Gebautes interagieren und der Leitgedanke der Architekturlandschaft ­– als Gegenbild zum Begriff des Bauwerks – wird auf neue Weise verkörpert.

Ein System aus breiten Erschließungsrampen, der „Vertical Park“, prägt maßgeblich das äußere Erscheinungsbild des Entwurfs. Es lässt sich wie eine Verdichtung des verzweigten Wegenetzes des Olympiaparks lesen und umspielt in einer dynamischen Doppelhelix den Baukörper der Arena. Die eigentlichen Fassadenflächen treten zugunsten der Rampen des „Vertical Parks“ in den Hintergrund, und die senkrechte Außenwand wird somit in geneigte Schichten zerlegt. Die Rampen entwickeln sich aus einem Landschaftsplateau, unter dem sich die Trainingshallen befinden, sind rund um die Uhr öffentlich begehbar und Plattformen für unterschiedlichste Sport- und Freizeitaktivitäten, die sich vom Landschaftsplateau bis hinauf auf das Dach der Arena erstrecken. Die Arena und das Landschaftsplateau im Westen werden zum begeh- und bespielbaren Objekt und geben dem Park damit die Qualitäten zurück, die sie ihm aufgrund ihrer großen Flächenausdehnung zunächst genommen haben – die Qualitäten einer „Gebrauchslandschaft“.

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