1. Preis für den Pasinger Marienplatz

Der Neubau nimmt die für das städtische Umfeld typische Blockrandbildung auf und wird architektonisch zu einem gegliederten, die unterschiedlichen Adressen und Nutzungen betonenden Baukörper überformt. Er spannt sich zwischen zwei Auftaktplätzen auf: dem Marienplatz im Nordosten und der künftigen Platzaufweitung des „Klosterhofs“ am Schmiedwegerl im Südwesten.

Zur Betonung der Durchlässigkeit des Quartiers im Sinne einer qualitätvollen Durchwegung des Innenhofes wird auf einen Anbau an das denkmalgeschützte Confetti-Haus verzichtet, auch um dessen Solitärstellung am Pasinger Marienplatz zu unterstreichen.

Ein gestaffelter Sockelbaukörper im Innenhof, in dem Teile der Handelsflächen untergebracht sind, untergliedert diesen Bereich in eine Abfolge von öffentlichen Platzräumen unterschiedlicher Dimension und Qualität, die eine attraktive Durchwegung des Quartiers sicherstellen.

Obwohl es sich bei dem Neubau um zusammenhängende Nutzungsstrukturen handelt, wird die städtebauliche „Körnung“ aufgegriffen, indem die über einer durchgehenden Trauflinie aufgehenden Dachflächen durch gezielte Faltung bzw. Triangulierung zu einer eigenständigen Skulptur modelliert werden. Die daraus resultierenden stadtbildtypischen Giebel- und Walmdachformen verankern den Neubau selbstverständlich und zugleich ohne historisierenden Anspruch in sein städtisches Umfeld.

Bei den der Straße zugewandten Fassaden kommt ein mit hellem Kalkmörtel geschlämmtes Verblendmauerwerk als Vorsatzschale vor gedämmter Außenwand zur Anwendung, welches auch über die Dachflächen geführt wird. Durch die versetzt verlegten Ziegellagen in den schrägen Dachflächen setzen sich diese aufgrund der daraus resultierenden „Rauheit“ von den Wandflächen ab, obwohl es sich um ein einheitliches Material handelt. Alle Fensteröffnungen werden durch flächenbündig in das geschlämmte Mauerwerk eingesetzte Betonrahmen eingefasst.

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