Maßvolle Sanierung mit Haltung

Bei der Residenz der deutschen Botschaft in Canberra begegnen wir dem Bestand mit Respekt und einem klaren Blick für eine maßvolle Sanierung. Eine Sanierung, die Qualität erhält, Substanz bewahrt und die gebaute Identität weiterführt, anstatt tiefgreifende Eingriffe vorzunehmen.

Während die Kanzlei aus sicherheitsbedingten Gründen einen Neubau erfordert, bleibt die Residenz in ihrer äußeren Erscheinung hingegen weitgehend erhalten. Ihre gegliederte Komposition, die filigranen Dachstrukturen und die Einbindung in die Landschaft werden im Entwurf weiterentwickelt.
 

Die prägenden Elemente – die horizontale, additive Komposition aus Haupt- und Nebengebäuden mit weit auskragenden, filigranen Dächern sowie die vertikalen Lisenen der Kanzlei – werden aufgenommen, weiterentwickelt und zu einem neuen Gesamtensemble gefügt. Der Neubau gliedert sich in ein dreigeschossiges Haupthaus und einen zweigeschossigen Flügelbau. Diese staffeln sich in Höhe und Lage und verschränken sich miteinander. Die neuen Baukörper entwickeln zusammen mit dem Bestand eine gemeinsame Sprache, die sich in der Gestaltung der Außenanlagen fortsetzt. 


Architektonische Bezüge verbinden Alt und Neu zu einem ausgewogenen Ensemble. Filigrane, gestaffelte Dachstrukturen schaffen Übergänge zwischen Residenz, Kanzlei und Außenwache. Aufenthaltsbereiche und Pergolen mit Begrünung oder PV-Modulen ergänzen dieses – sichtbar, selbstverständlich und klimabezogen integriert.

-35° -18' -27" S 149° 6' 8" W

Nichtoffener Planungswettbewerb für
Architektur- und Landschaftsarchitekturbüros

2025

Auslober

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Freianlagen

Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten & Stadtplaner, München

Brandschutz

Stewart Architecture, Canberra

Klimadesign und Nachhaltigkeit

Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart

Tragwerksplanung

B+G Projekt GmbH, München

Modellbau

Grüne Modellbau, Wolfratshausen

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